Erkrankungen

Hautkrebsrisiko nach Organtransplantation

Hautkrebs (Hauttumoren) ist eine der häufigsten auftretenden, bösartigen Erkrankungen. Insbesondere bei vermehrter Sonnenbestrahlung und im höheren Lebensalter treten unterschiedliche Formen von Hautkrebs auf. Aufgrund der bei allen Organtransplantierten notwendigen lebenslangen Immunsuppression besteht jedoch im Vergleich zu Gesunden ein überdurchschnittlich hohes Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. 10 Jahre nach Organtransplantation sind durchschnittlich 10 % der Organtransplantierten an Hautkrebs erkrankt, nach 20 Jahren bis zu 40 %.

Häufig auftretende Tumoren sind das Basalzellkarzinom (Abb. 1) und auch das Plattenepithelkarzinom (Abb. 2). Insbesondere das Plattenepithelkarzinom kann bei Organtransplantierten ein schnelles Wachstum mit der Tendenz, sich auch in anderen Körperteilen auszubreiten, aufweisen. Auch Vorstufen von Hautkrebs, sogenannte aktinische Keratosen (Abb. 3), werden vermehrt beobachtet, meist an Körperstellen, die der Sonne ausgesetzt sind wie Gesicht, Kopf, Unterarme und Handrücken. Daneben treten auch gutartige, virale Hautveränderungen wie Warzen (Abb. 4) auf, z.B. an Händen oder Füßen. Dies kann für die Betroffenen äußerst belastend sein.

 

Die Entstehung dieser unterschiedlichen Hauttumoren steht zum einen mit der immunsuppressiven Medikation in Zusammenhang. Zum anderen ist heute bekannt, dass auch Sonnenbestrahlung, das Risiko an Hautkrebs zu erkranken, massiv erhöht.

Gerade im Anfangsstadium lassen sich Hauttumoren heute gut behandeln. Es stehen unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Während Vorstufen von Hautkrebs oder Warzen zumeist mit einem Laser (CO2-Laser) behandelt werden können, müssen Basalzellkarzinome und Plattenepithelkarzinome grundsätzlich operativ entfernt werden. Diese Eingriffe sind in der Regel in örtlicher Betäubung möglich. Darüber hinaus gibt es zahlreiche andere Therapiemöglichkeiten wie z.B. spezielle Bestrahlungen (photodynamische Therapie) oder auch neuere Salben, die immunmodulierend wirken Aldara® (Imiquimod). Eine individuelle Beratung zu den verschiedenen Therapieoptionen sollte jedoch immer durch einen Hautarzt erfolgen.

Empfehlungen

Zur Bestimmung des individuellen Risikoprofils vor einer geplanten Organtransplantation sollte eine gründliche Untersuchung der Haut erfolgen, wenn möglich durch einen Hautarzt.

Nach der erfolgreichen Transplantation sind regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen der Haut empfehlenswert, wobei die Intervalle jeweils durch den betreuenden Hautarzt festgelegt werden.

Organtransplantierten wird empfohlen, sich vor der Sonne zu schützen. Das bedeutet kein Sonnenverbot sondern verantwortliches Umgeben mit der Sonne, z.B. Meiden der Sonne in der Mittagszeit, langärmelige Kleidung, Sonnenschutz mit einem hohen Lichtschutzfaktor für UVA- und UVB-Licht.

Prof. Dr. med. R. Stadler, Dr. med. U. Gleichmann (Hautklinik am Klinikum Minden)

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