TV Tipp: Scobel – Baukasten Mensch 21:05 auf 3SAT

Ein halbes Jahrhundert nach der ersten Herztransplantation beschäftigt sich „scobel“ mit der modernen Transplantationsmedizin. Ist alles gut, was möglich ist?

Zu diesem Thema begrüßt Gert Scobel unter anderem die Medizinethikerin Alena M. Buyx und die Diplom-Psychologin Katharina Tigges-Limmer.

Inzwischen werden Organe aus Stammzellen gezüchtet oder aus dem 3D-Drucker geworfen. Lässt sich ein künstliches Organ leichter als Teil des eigenen Körpers akzeptieren als ein menschliches Organ? Wie sind die psychologischen Folgen von Transplantationen? Wie fühlt sich dagegen ein künstliches Organ an? Oder, noch weiter gedacht, gehen wir fahrlässiger mit unserem Körper um, weil es ja Ersatz gibt, egal woher?

Skandale um die gerechte Verteilung von Spenderorganen haben die Organspende-Bereitschaft indes sinken lassen, aber es werden weiterhin Spenderorgane benötigt. Sind künstliche Organe eine Alternative? In Frankreich wurden bereits erste künstliche Herzen eingesetzt, mit bislang nur kurzzeitigem Erfolg – so war es auch vor einem halben Jahrhundert, als das erste menschliche Herz in Kapstadt transplantiert wurde.

Der Mensch ist sicher mehr als die Summe seiner Teile. Aber das organische Überleben hängt am reibungslosen Zusammenspiel der Teile. Fällt ein Teil aus, wird es ersetzt: eine Hüfte, die Lunge, das Herz. Die Chirurgie läuft zu Höchstform auf. Selbst Nervenbahnen lassen sich wieder verbinden, und so scheint es auch nur eine Frage der Zeit, bis tatsächlich der erste Kopf transplantiert werden kann.

Haben wir die medizinischen und technologischen Möglichkeiten weiterentwickelt, ohne uns selbst mitzunehmen? Vergessen wir bei der Begeisterung über das künstliche Herz die Frage nach ethischen Kriterien? „scobel – Baukasten Mensch“ beschäftigt sich mit der psychologischen und ethischen Dimension rund um die Transplantationsmedizin.

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