Operationen

 

 

Empfehlungen für Operationen von Herztransplantierten

  1. Über die besonderen hygienischen Erfordernisse ist die Patientin/der Patient orientiert, wir dürfen hier noch einmal auf die Notwendigkeit einer Einzelzimmerunterbringung hinweisen.
  2. Bezüglich der immunsuppressiven Therapie ist folgendes zu beachten: Die Dosierung von Sandimmun, Prograf, Certican bzw. Rapamune erfolgt auf der Grundlage des Blutspiegels, wir bitten Sie daher ggf. um Zusendung von ca. 3 ml EDTA-Blut an unsere Transplantations-Ambulanz zur Bestimmung der Immunspiegel im Blut. Die Spiegel-Bestimmungen sind unter i. v. Gabe (s. u.) der Medikamente täglich erforderlich. Zur Gewährleistung eines konstanten Wirkspiegels im individuellen therapeutisch angestrebten Bereich ist eine Einnahme des Medikamentes zu festgesetzten Zeiten, die der Patientin/dem Patienten bekannt sind, notwendig. Sollte eine orale Aufnahme vorübergehend nicht möglich sein, so ist durch i.v. Applikation eine Aufrechterhaltung des lebensnotwendigen Wirkspiegels sicherzustellen. Hierzu werden z. B. 50 mg Sandimmun in 500 ml bzw. 0,5 mg Prograf in 50 ml einer neutralen Trägerlösung in einer Glasflasche (PÄD II) bzw. Perfusorspritze für Prograf gelöst und mit einer Infusionsgeschwindigkeit von zunächst 30 ml/Std. (Sandimmun) bzw. 2 ml/Std. (Prograf) als Dauerinfusion verabreicht. Eine Verabreichung in Kunstoffflaschen ist zu vermeiden, da bei Sandimmun (Ciclosporin) eine ausgeprägte Adhärenz zu Kunststoffoberflächen besteht.
  3. Bei herztransplantierten Patienten ist eine bestehende Sinustachykardie in der Denervation des Herzens begründet und bis zu Frequenzen von 130 auf Dauer tolerabel. Eine in Notfallsituationen erforderliche Frequenzerhöhung ist durch eine Vagolyse, z. B. mit Atropin, nicht zu erreichen, hierbei muß direkt auf eine positiv chronotrope Substanz wie z. B. Orciprenalin oder Adrenalin zurückgegriffen werden.
  4. Wir bitten um eine entsprechende perioperative antibiotische Abschirmung bei der Patientin/dem Patienten (nach Ausschluss von Allergien) z. B. durch Cephalosporinen ab OP-Tag bis einschl. 3. Tag postoperativ. Bei Zahnextraktionen z. B. Megacillin oral. Sollte die Antibiose nach Antibiogramm länger erforderlich sein, ist eine Rücksprache mit unserer Ambulanz erforderlich, da erhebliche Interferenzen mit den Immunsuppressiva auftreten können.
  5. Die Indikation zur Transfusion von Blutprodukten ist streng zu stellen. Immer sind CMV-freie Erythrozyten-konzentrate über Leukozytenfilter (z. B. Pall RC 400 KL®) zu transfundieren.
  6. Bitte bei geplanten Eingriffen 1 Woche vorher Thrombozytenaggregationshemmer stoppen.

Bei Rückfragen bitte Kontaktaufnahme zum nachbetreuenden Transplantationszentrum. Ansprechpartner mit Telefonnummern sind der Patientin/dem Patienten in der Regel bekannt.

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